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Wir suchen Freiwillige...
...die Lust haben auf einen Menschenrechtseinsatz mit Peace Watch Switzerland in Chiapas (Mexiko), Guatemala oder Kolumbien. Peace Watch Switzerland (PWS) ist eine Schweizer NRO, die internationale MenschenrechtsbeobachterInnen in Krisenregionen entsendet und deren Einsätze in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen koordiniert.
Internationale Menschenrechtsbeobachtung und -begleitung ist ein Instrument zur gewaltfreien Konfliktlösung. Sie bietet einen gewissen Schutz und Bewegungsfreiheit für die Zivilbevölkerung und Menschen, die sich für Frieden und ihre Rechte engagieren, denn gewalttätige Übergriffe, Einschüchterungen und andere Menschenrechtsverletzungen können so kaum unbemerkt geschehen.
Vor dem Einsatz bereitet PWS alle Interessierten in einem mehrtägigen Ausbildungstraining auf die Tätigkeit im betreffenden Land vor.
An diesen Kursen werden die Aufgaben und Verhaltensweisen von MenschenrechtsbeobachterInnen genau betrachtet und Inputs zu Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur gegeben. Die Hintergründe der jeweiligen Konflikte werden ausgeleuchtet und verständlich gemacht. Die Vorbereitungskurse können auch von Leuten besucht werden, die sich für die betreffende Region interessieren, aber keinen eigenen Einsatz vorsehen.
Anmeldung bis 1. April und Infos: www.peacewatch.ch
/ info@peacewatch.ch / +41 44 272 27 88
Tagesseminar zur Solidaritätsarbeit mit Nicaragua
Seit den 90er Jahren ist die ehemals sehr aktive Debatte in der Nicaragua-Solidaritätsbewegung verebbt. Viele Gruppen haben sich ganz aufgelöst, ein Teil der verbliebenen beschränkt sich auf praktische Solidaritätsarbeit und lokale Partnerschaften. Eine Debatte über Ziele der politischen Solidarität, über die Bewertung des Neosandinismus an der Macht oder allgemeiner: über das emanzipatorische Projekt und die Rolle von Partei, Staat und sozialen Bewegungen wird nicht oder nur unter ExpertInnen geführt bzw. verharrt in alten Kriterien und Definitionen oder Trotzhaltungen. Dabei verfügen die noch aktiven Gruppen über jahrzehntelange Erfahrungen mit politischem Handeln, in direkten Beziehungen zu Akteuren der nicaraguanischen Zivilgesellschaft und über eigene Kriterien der politischen Bewertung.
Wir wollen gemeinsam von diesem Potenzial profitieren und laden ein, mit uns über diese Fragen zu diskutieren. Dabei setzen wir an der Debatte an, wie sie z.B. in der ila, aber auch in den Rundschreiben der Solidaritätsgruppen geführt wird.
Was sind unsere Kriterien für ein emanzipatorisches Projekt? Welche Rolle nehmen da Partei, Individuum, Staat und soziale Bewegungen ein? Haben sich diese Kriterien verändert? Wie bewerten wir die Akteure in Nicaragua? Und was hat das mit uns zu tun, welche Schlussfolgerungen leiten wir für unser eigenes Handeln daraus ab?
Tagesseminar am Samstag, 13. März (kleines Nicaragua-Bundestreffen) in Hamburg (Werkstatt 3) von 11-18 Uhr. Weitere Infos und Anmeldung bei Informationsbüro Nicaragua Wuppertal
info@informationsbuero-nicaragua.org oder Nicaragua-Verein Hamburg
Nicaragua-verein@t-online.de
Viele Spenden für die ila
Wie in den vergangenen Jahren haben auch diesmal zahlreiche ila-LeserInnen auf unseren Spendenaufruf reagiert und für unser Projekt tief in die Tasche gegriffen. Am 1. Februar waren 7780,- Euro zusammengekommen, leicht weniger als im vergangenen Jahr (8605,-). Dieses Geld hilft uns sehr und stellt sicher, dass wir auch 2010 weiter erscheinen können. Ein herzliches Dankeschön an alle
SpenderInnen:
W. L., Nienburg, 50,- Euro S. H., Waldbronn, 300,- E.+A. H., Bietingen 250,- B. D., Offenbach 40,- T. K., Bonn 1000,- M. R., Lüneburg 50,- H.H. F. 50,- G. S., Hamburg 150,- H. S., Bad Arolsen 200,- J. S., Hamburg 50,- U. B., Münster 1200,- C. R., Springe 50,- W. R., Bonn 150,- A. A., Köln 150,- F. B., Quito 50,- W. H.K., Koblenz, 50,- G.B., Hamburg 150,- H.-U. D., Berlin, 300,- K. W., Bad Honnef 150,- A. S., Mainz 50,- W. B., Alfter 1000,- I. O., Berlin 200,- K. K., Köln 100,- C.B. K. Hamburg 100,- R. E., Dortmund 250,- K. K., Köln 25,- M. P., Hersbruck 60,- K. G., Oldenburg 300,- B. R., Bonn 200,- K. P., Hamburg 150,- B. H., Köln 60,- I. M., Berlin 50,- H. K., Köln 20,- A. P., Hannover 25,- I. M., Brasilia 300,- G. K., Bonn 500,-
Oscar-Romero-Preis 2010 ausgeschrieben
Der Bonner Förderverein Oscar-Romero-Haus e.V. schreibt den Oscar-Romero-Preis 2010 aus. Mit diesem Preis will er Einzelpersonen und Initiativen aus dem Köln-Bonner Raum auszeichnen, die sich in überzeugender Weise für Ausgegrenzte und Entrechtete einsetzen.
Der Namensgeber Oscar A. Romero, 1977 bis 1980 Erzbischof von San Salvador, bezahlte sein Engagement für an den Rand gedrängte und unterdrückte Menschen in seinem Heimatland mit dem Leben. 1980 von einem Militärkommando am Altar erschossen, ist Romero längst zu einer Symbolfigur geworden für viele, die sich für Benachteiligte und Entrechtete engagieren. Am 24. März 2010 jährt sich sein Todestag zum 30. Mal.
Mit dem nach ihm benannten Preis will der Förderverein des Oscar-Romero-Hauses in Bonn beispielhaftes soziales Engagement auszeichnen, das sich einer eigenverantwortlichen politischen Praxis und der befreiungstheologischen Option für die Unterdrückten verpflichtet weiß. „Weil wir besonders die Eigeninitiative fördern wollen, denken wir dabei weniger an Organisationen, die bereits in hohem Maße institutionell abgesichert sind“, betont Michael Steiner vom Förderverein. „Mit unserem Preis möchten wir eher Einzelpersonen oder kleine Gruppen und Initiativen unterstützen und stärken, die auch mit geringen finanziellen und organisatorischen Mitteln einiges bewegen.“
Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird im März 2010 voraussichtlich im Rahmen der „Romero-Tage“ verliehen, die anlässlich des 30. Todestages von Oscar Romero in Bonn stattfinden werden. Initiativen und Einzelpersonen, die sich im oben beschriebenen Sinne Oscar Romeros engagieren, können sich entweder selbst bewerben oder aber von anderen vorgeschlagen werden. Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 31. Dezember 2010 gerichtet werden an: Oscar-Romero-Preis, c/o Michael Steiner, Erftweg 25, 53129 Bonn. Oder per E-mail an:
oscar-romero-preis@web.de
Einige Fragen zur Hilfe bei der Bewerbung finden sich auf der Website www.oscar-romero-haus.de. Dort steht auch die Ausschreibung im Wortlaut. Für Rückfragen steht Michael Steiner vom Förderverein Oscar-Romero-Haus e.V. zur Verfügung: Tel. 0228 / 935 9077.
Land unter im Tropenwald
Fernstraßen, Kanäle und Wasserkraftwerke lassen die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Amazoniens in bisher ungekanntem Maß zu. Die neu angestrebte Anbindung der Region an internationale Märkte ermöglicht es den Konsumriesen USA, Europa, China und Japan, sich billig mit Rohstoffen, Energie und Nahrung aus dem Amazonasraum zu versorgen. In der Realität Amazoniens findet jedoch täglich die Entzauberung dieser Politik statt, denn soziale und ökologische Folgen sind nicht berücksichtigt. Die lokale Bevölkerung trägt die Hauptlast der Vorhaben.
Das neue Sonderheft des Brasiliennetzwerks Kobra aus Freiburg ist Ende Oktober 2009 erschienen. In dem Heft schlägt der Verein den Bogen von (geplanten) Wasserkraftwerken über die Fernstraßenausbauten zu den Exportgütern aus Amazonien: vor allem Aluminium, Holz, Soja und Rindfleisch. Unsere Konsumgewohnheiten werden durchleuchtet, denn auf dieser Ebene haben wir eine große politische Verantwortung und Einflußnahmemöglichkeit. Das Heft trägt die Stimmen der lokalen Widerstandsbündnisse zu uns, damit wir uns solidarisieren können. Ob durch Briefe oder E-Mails an politisch Verantwortliche – wir können unserem Protest eine Adresse geben.
Das Heft kann bei der Kobra, c/o iz3w, Kronenstraße 16a, 79100 Freiburg, kooperationbrasilien@googlemail.com
bestellt oder von www.kooperation-brasilien.org
heruntergeladen werden.
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