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Die andere Sicht aus und
über Lateinamerika
zu Wirtschaft, Politik,
Kultur und sozialem Engagement.
Aktualisiert am Freitag den 03.02.2012 um
0900
Uhr
ila 351
Dez 2011/Januar 2012
Textilproduktion
in Lateinamerika
Kleidermachen
Neue T-Shirts und Tops für 5 Euro,
Jeans für 15 Euro, Winterjacken für 30 Euro. Diese perversen Preise sind nur
möglich, weil diejenigen, die die Bekleidung herstellen, äußerst mies
bezahlt werden und unter großem Druck arbeiten. Ein Beispiel aus El
Salvador: 17 Näherinnen der Maquiladora Style Avenue, die für den US-Markt
produziert, müssen in einer Stunde 166 Baby-Bodys konfektionieren, jede also
alle sechs Minuten ein Teil fertig haben. Eine Näherin verdient in der Regel
99 US-Cent pro Stunde, d.h. pro Body 10 US-Cent – bei einem
Endverbraucherpreis von 15 bis 20 US-Dollar. Die Arbeitskosten, sprich der
Lohnanteil, liegen also bei weniger als einem Prozent des Verkaufspreises.
Lange Arbeitstage, gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen, demütigende
Behandlung und ein faktisches Organisationsverbot – das ist der Alltag in
den Maquiladoras, den Textilfabriken, die für den Weltmarkt
produzieren. Doch Niedrigstlöhne werden beileibe nicht nur bei der
Herstellung von Billigklamotten bezahlt, auch teure Markenkleidung wird
unter diesen Bedingungen in Maquiladoras produziert.
Das Bewusstsein über die ausbeuterischen Bedingungen in der Textilproduktion
scheint in Europa langsam zuzunehmen: Eine Reihe von alternativen
Initiativen vertreibt mittlerweile fair gehandelte Bekleidung, z.B. aus der
Textilkooperative Nueva Vida in Nicaragua, die in der ila-Ausgabe vorgestellt
wird. Eine Nische? Gewiss. Fairer Konsum ist sinnvoll und löblich, kann aber
die globalen Produktionsbedingungen nicht umwälzen, da müsste sich
grundlegend etwas ändern!
Inhalt
und
Editorial (mit Leseproben!)
Notizen
Lateinamerikanische Visionen
von Frieden und Gerechtigkeit
Strategien gegen Gewalt und Ohnmacht
24. - 26. Februar 2012 Bad Boll
Widersprüchliche Meldungen kommen aus Lateinamerika. Einerseits
Menschenrechtsverletzungen, Armut und Vertreibungen, andererseits neue
soziale Bewegungen und Aufbrüche. Wir fragen: Was hat die ökumenische Dekade
zur Überwindung von Gewalt in Lateinamerika bewirkt? Welche Perspektiven
ergeben sich für die internationale Solidaritätsarbeit?
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Wird ergänzt
Argentinien
"Wären wir Palästina, würde sich die EU aufregen" (Standard, 03.02.) Dreißig Jahre nach dem Falkland-Krieg gibt es neuen Streit
zwischen London und Buenos Aires
Brasilien
Stahlwerk Thüringen an Brasilianer verkauft (Standard, 03.02.)
Guatemala
Exgeneral bekämpft
Kriminalitä (jW, 03.02.)
Guatemalas neuer Präsident will eine »Politik der harten Hand«.
Haiti
"Baby Doc" soll nur wegen Korruption angeklagt werden (Standard, 03.02.) Menschenrechtler
fordern Anklage gegen Duvalier wegen Menschenrechtsverbrechen
Kolumbien
Sieben Tote bei Anschlag vor Polizeigebäude (Standard, 03.02.) Sicherheitsvertreter macht FARC-Rebellen verantwortlich
Mexico
Gegen Calderón (jW, 03.02.) Proteste von Gewerkschaften und Bauernorganisationen in Mexiko.
Arbeitsplätze und höhere Löhne gefordert.
Diese Woche
Archiv
Filmkritik: Und dann der Regen
Seit dem 29. Dezember läuft er in allen Kinos. Er hat unzählige Preise
erhalten und wird von der Presse hochgelobt. Die Rede ist von Icíar Bollaíns
neuem Film. Die mexikanisch-spanisch-französische Koproduktion „Und dann der
Regen" erzählt von dem jungen Regisseur Sébastien und seinem Produzenten
Costa, die 2000 nach Bolivien fahren, um dort einen Film über Columbus'
Eroberung der neuen Welt zu drehen.
V E R S C H I E D E N E S
Ein Aktionsplan, keine konkrete Strategie
(taz, 03.02.) INKLUSION Das Entwicklungsministerium will in Zukunft behinderte Menschen
in aller Welt fördern
Nestlé gegen ATTAC (jW, 02.02.)
Schweizer Konzern verteidigt während Prozeß den Einsatz von Spitzeln.
Mumia
in Normalvollzug (jW, 31.01.)
Vorläufiges Ende der Isolationshaft. Solidaritätsbewegung bleibt aktiv.
Artikel lesen
Dirk Niebels beste Wahl (taz, 31.01.)
Dirk Niebel (ND, 31.01.)
Dirk Niebel ist als Ankündigungsminister Weltklasse, als Umsetzungsminister
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Niebels Personalpolitik: Rettung für die
Politik-Concordia (Spiegel, 30.01.)
Der Wirtschaftstrojaner (taz, 28.01.)
STAATSLOBBYISMUS Berater und Banken entwickeln die Idee für eine scheinbar
neutrale Beratungsgesellschaft, die ihnen staatliche Aufträge verschafft.
Der Clou: Das Bundesfinanzministerium setzt sie um und bezahlt dafür
Jammern der
Milliardäre (jW, 28.01.)
42. Weltwirtschaftsforum: Globale Oligarchen sorgen sich um Zukunft des
Systems.
40 Jahre
Berufsverbote (jW, 28.01.)
Befragung eines Lehramtskandidaten im Rahmen eines Anhörungsverfahren
durch einen Herrn aus Bonn ohne falschen Bart und in Anwesenheit eines
Regierungsdirektors, SPD.
Stiller Komplize (gfp, 27.01.) Berliner Regierungsberater warnen vor der Fortführung der deutschen
Komplizenschaft mit den zunehmenden "gezielten Tötungen" durch
US-Streitkräfte sowie die CIA.
Die "ila"(print) erscheint 10 Mal pro Jahr, nicht im
Januar und nicht im August, ansonsten stets um den 15. des aktuellen Monats. Bei
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