Guatemala /
ila 280
Wie klingt Chapinlandia?
Eine kleine musikalische Expedition durch Guatemala
von Fla-K.O.
Ska aus Guatemala
Beim Thema Musik aus Guatemala muss man sich nicht auf den Latinopop-Songwriter Ricardo Arjona beschränken, auch wenn er nach wie vor einer der bekanntesten Musiker im Ausland ist. Zugegeben, allein aufgrund unserer geografischen Lage werden wir von Karibik-Rhythmen und von andern Musikstilen beeinflusst, die gemeinhin unter „música latina“ firmieren. Salsa, Merengue, Bachata, Vals, Rancheras, Reggaeton, Rock und die verfluchte Cumbia stehen auf dem Programm – sei es in den Büros, Pick-Ups, Häusern, Diskotheken, Restaurants, Geschäften, Straßen und überall dort, wo es ein Radio gibt (nur nicht in den Kirchen – es sei denn, die Liedtexte preisen den Herrn). Aber es gibt noch mehr zu entdecken.
Unter den Jugendlichen kommt Rockmusik am besten an. Sie gelangte ab den 50er Jahren nach Guatemala, in den 60er Jahren konnte sie sich endgültig etablieren – trotz der Ablehnung von Seiten der konservativen guatemaltekischen Gesellschaft, der nicht sehr beliebten Polizei und der sehr neugierigen Katholischen Kirche (die der Rockmusik nachsagt, dass sie ihre HörerInnen zu Satanismus, Drogensumpf, Kriminalität und fleischlicher Sünde verführt). Dieses Genre hat einen landesspezifischen Charakter entwickelt: Ein Radiomoderator taufte es in den 90er Jahren auf den Namen Rock de Montaña, Rock aus den Bergen. Damit meinte er eine bestimmte Art von Rockmusik, die von guatemaltekischen Gruppen, allen voran von der Band Bohemia Suburbana, aber auch von La Tona, Viernes Verde, Extinción, Razones de Cambio und Radio Viejo u.a. gespielt wird. Diese Musik hatte sich in Guatemala seit den späten 60er, frühen 70er Jahren herauszubilden begonnen, als die Gruppen S.O.S., Caballo Loco, Apple Pie, Plástico Pesado u.a. die Rock-Szene bestimmten. Damals orientierten sie sich aber eher an dem, was in den USA gemacht wurde, häufig sangen sie sogar auf Englisch. Anfang der 80er Jahre gab es den einmaligen Fall der Rock-Pop-Gruppe Alux Nahual, die die Landesgrenzen überschritten und erfolgreiche Tourneen durch Zentralamerika machten. Diese Gruppe brachte in 20 Jahren mehrere Platten heraus, darunter auch auf einer der ersten Platten das sehr bekannte Stück „Alto al fuego“ („Waffenstillstand“) – in Anspielung auf die Bürgerkriege, die zu dieser Zeit in Mittelamerika, speziell in Guatemala, herrschten. Dieses Stück spielten sie auch live im Parque Central am Tag der Unterzeichnung des Friedensabkommens am 29. Dezember 1996.
Vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs hat es seit den 60er Jahren Gruppen und Musiker gegeben, die sich für den revolutionären Kampf engagiert haben. Dies führte z.B. dazu, dass die Liedermacher José Chamalé und Fernando López ins Exil gehen mussten. Gruppen wie Kin Lalat wurden zum politisch-kulturellen Sprachrohr der URNG (der heute nicht mehr existenten Guerilla Guatemalas). Sie brachten sich weltweit auf Festivals und Konzerten ein, um den Vernichtungskrieg in Guatemala anzuprangern. Sie waren auch Vorbilder für spätere Liedermacher und trovadores, z.B. Alejandro Arriaza, Armando Pineda, Rony Hernández und Gad Echeverría, die Nacht für Nacht auf Konzerten und Festivals für die Menschenrechte präsent sind.
Andererseits hat sich auch der Trash Metal jahrelang halten können, in der Underground-Szene der Hauptstadt, aber auch außerhalb, z.B. im Departement San Marcos. Diese Trash-Rock-Bewegung hat legendäre Figuren hervorgebracht, z.B. Varela, Promotor von schwerer Rockmusik und von Sonntags-Konzerten mit dem Namen „Trash-Attacks“. Gleichzeitig ist er Gitarrist und Sänger der Bands Sore Sight, Octubre und Bulimia Subhumana (als aggressive Antwort auf die bereits oben erwähnten und allseits bekannten Bohemia
Suburbana).
Anfang der 90er Jahre konnten Rock-Bands breite Erfolge feiern, mit Bohemia Suburbana an der Spitze dieser Bewegung, die Rock de Montaña oder Alternativ-Rock genannt wurde. Diese Bewegung gab sich insofern leicht nationalistisch, als ihre AnhängerInnen Kleidung und Accessoires trugen, die als „typisch“ für die verschiedenen indigenen Bevölkerungsgruppen Guatemalas gelten: eine Art von Pseudo-Verständnis und Pseudo-Akzeptanz für den Indígena von Seiten des Ladino1. Auch auf politischer Ebene hat diese Bewegung mitunter Zeichen gesetzt (immerhin ist eines ihrer Kennzeichen ihre unpolitische Haltung), indem sie verschiedene Aktivitäten und Festivals unterstützt hat, z.B. für Meinungsfreiheit, Toleranz und Frieden.
Die Polizei hat jahrelang eine repressive Politik gegen die Rockmusik-Fans betrieben: In vielen Fällen hat sie unterschiedslos alle Leute verfolgt, die lange Haare, Tätowierungen oder Piercings haben, denn für die Vertreter der Staatsmacht sind diese Merkmale gleichbedeutend mit potenzieller Kriminalität.
Gegen die traditionelle Regel, dass alle Rock-Gruppen aus der Hauptstadt kommen und nur mit ladinos besetzt sind, gibt es seit einigen Jahren im Departement Huehuetenango die erste Maya-Rockgruppe: Sobrevivencia. Ihre Stücke sind in der indigenen Sprache mam.
Ende der 90er Jahre gelangte die erste wichtige Ska-Gruppe an die Öffentlichkeit – Malacates Trebol Shop. Sie frischten die bestehende Rock-Szene auf. Mit der Zeit sind weitere Ska-Gruppen entstanden, z.B. La Parrokia, Entretodos und La Horchata Regularband (siehe nachstehendes Interview).
Relativ neu in der Underground-Szene des Chapin-Rocks sind Punk-Gruppen. In einigen spielen auch Frauen mit – bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass Chapin-Rock zu 98 Prozent von Männern dominiert
ist. Aber ist das schon alles, was Guatemala zu bieten hat? Werfen wir einen Blick zurück.
Die Marimba gilt offiziell als das Nationalinstrument – sowohl für das guatemaltekische Tourismus-Institut INGUAT, als auch für die Verfassung der Republik und viele Leute. Die Marimba kommt wahrscheinlich ursprünglich aus Afrika, aber erst in Guatemala hat sie sich etablieren und im Laufe der Zeit Spielweise und Stil so weit perfektionieren können, dass sie in Tanzsalons und auf Konzerten gespielt wird. Zu den Doppel-Marimbas kommen oft ein Kontrabass und ein Schlagzeug hinzu, diese Formationen heißen Marimba-Orchester. Es gibt auch zeitgenössische Kompositionen, z.B. von dem Komponisten Joaquín Orellana, in denen die Marimba eine sehr wichtige Rolle
spielt
Doch seit mehr als 20 Jahren sind die Marimba-Orchester auf den Tanzflächen von den fahrenden Diskotheken, den Soundsystems, wie sie in anderen Ländern genannt werden, abgelöst worden. Wer immer noch Paso Doble, Son oder Foxtrott tanzt, ist zwischen 40 und 50 Jahren alt oder lebt auf dem Land. Dann gibt es noch die Gruppe Terracota, die einzige zeitgenössische Band, die Maya-Musik und –Instrumente mit Hilfe moderner Technologie neu interpretiert. Leider ist diese Band in Guatemala selbst längst nicht so bekannt wie im Ausland. Sie ist zu verschiedenen Anlässen weltweit aufgetreten, z.B. auf der Weltmusikmesse WOMEX in Essen oder auf der EXPO 2000 in Hannover.
Eine der interessantesten, perkussivsten und explosivsten Musikrichtungen ist die Punta der Garífuna, die an der heißen Atlantikküste Guatemalas leben. Die Band Mazapán aus dem Departement Izabal spielte ihre Punta-Musik in den 80er und frühen 90er Jahren auf Straßen und LKWs und in Parks der Hauptstadt. Als Instrumente benutzten sie Blechkanister, Dosen und Rohre und alles Mögliche an wieder verwertbarem Material, dem irgend eine Art von Klängen entlockt werden kann. Damit haben sie eine neue Generation von Perkussionisten beeinflusst, wie z.B. Aritmo und Michael Smith.
In den Vierteln der Hauptstadt und in einigen Departements haben fahrende Diskotheken maßgeblich dazu beigetragen, dass sich bestimmte Musikrichtungen verbreiten konnten: Disco-Musik Anfang der 80er Jahre; Salsa, Merengue und Cumbia Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre; Reggae Playero bzw. Reggaeton in den letzten fünf Jahren. Diese mobilen Discotheken geben meist vor, welche Musik gehört und bei Tanzveranstaltungen gespielt wird. 1996 entstand La Fosa Común („Massengrab“), eine Initiative, die Partys an wechselnden Orten organisiert. Anfangs waren diese Partys klandestin und wurden von einem sehr kleinen Kreis von NonkonformistInnen getragen; mit der Zeit sind sie beträchtlich angewachsen. Die ursprüngliche Idee bestand darin, einen alternativen Raum in der Club- und Disco-Szene der Hauptstadt zu schaffen. Gleichzeitig sind sie für diejenigen gedacht, die die traditionellen oder die Mode-Tänze nicht gerne tanzen oder die Musik kennen lernen möchten, die in den kommerziellen Radios nicht gespielt wird: Techno, Trip Hop, Drum & Bass, Funk, Hip Hop, Big Beat, Ska usw. Diese Initiative hat sich auf andere Orte Guatemalas ausgeweitet – Antigua, Quetzaltenango, Monterrico und Panajachel – und bringt eine Zeitschrift mit dem Namen El Supositorio heraus. Hier können unabhängige SchriftstellerInnen unzensiert schreiben.
Ähnliche Initiativen haben sich ganz der elektronischen Musik verpflichtet, so dass eine stetig wachsende Rave-Bewegung entstanden ist, darunter eine Reihe von DJs und Produzenten, wie Francis Davila, Rafa 3, Joserra, Santiago Niño und Básico3. Einige von ihnen verfügen über eigene Produktionsstudios, Radiostationen, Party-Reihen, Festivals und andere Kanäle, um ihre Produktionen im In- und Ausland bekannt zu machen. Der Ex-Gitarrist von Bohemia Suburbana z.B. hat die Gitarre an den Nagel gehängt, sich vor ein paar Jahren in Spanien niedergelassen und eine Platte mit elektronischer Musik unter dem Namen Radio Zumbido herausgebracht.
Auch Hip Hop hat in den Stadtvierteln und Armensiedlungen der Hauptstadt langsam Fuß fassen können – allen voran die Gruppe Alioto Loko, die vom Produzenten und DJ Básico3 und dem Kollektiv U.R.B.E unterstützt werden, die einmal im Monat Hip-Hop-Sessions veranstalten. Ähnliche Sessions organisiert der Sänger, Produzent und MC Sativo/Sabrosura Martínez in Quetzaltenango und in San Pedro la Laguna.
Aufgrund der vielseitigen Bevölkerung Guatemalas (Indígenas, Ladinos, Garífunas und Xincas) und des Medieneinflusses könnte man sagen, dass Guatemala stets bis zu einem gewissen Grad für Musik aus dem Ausland – vor allem aus den USA – offen war und ist, allerdings nicht immer bereit gewesen ist, alles aus dem Ausland vollständig zu übernehmen oder auch etwas Eigenes zu schaffen – mit Ausnahme der Musik der Garífuna und der Marimba vielleicht. Hinzu kommt, dass es keine angemessene Infrastruktur, wie Plattenfirmen oder Agenturen, für Verbreitung und Unterstützung der Musik made in Guatemala gibt. Wer etwas erreichen möchte, muss dafür in die eigene Tasche greifen und unabhängige Eigenproduktionen machen. Hoffentlich wird sich dies mit der Zeit ändern.
Fla-K.O. ist ein in Köln lebender Chapin, DJ, Perkussionist und
Korrespondent für Radio Jamaica en 69.13 (www.latinmagazin.com
oder www.cheloco.de).
Übersetzung : Britt Weyde
Chapin : Eigenbezeichnung für Guatemaltekin/Guatemalteke
1) Ladinos: Bezeichnung für Mestizen und Weiße
Musik für die Leute
Ska aus Guatemala
Interview mit La Horchata Regularband
Anders als z.B. in Mexico ist Ska in Guatemala ein noch recht junges Phänomen. La Horchata Regularband (in etwa „Die normale Mandelmilchband“) ist eine Ska-Band aus Guatemala-Stadt. In ihrer Musik verbinden sie Ska, Reggae, Rock und Funk mit traditionelleren lateinamerikanischen Klängen zu einer explosiven Mischung. Mit ihren Texten decken sie eine weite Bandbreite ab: Das Themenspektrum reicht von Sozialkritik bis hin zum klassischsten Thema der Welt, der Liebe. Mit Auftritten, unter anderem auch auf Festivals politischer Bewegungen, haben sie die alternative Musikszene Guatemalas erobert. Seit wann gibt es eure Band? Habt ihr ein besonderes
Bandkonzept?
Die Band gibt es jetzt schon seit ungefähr zwei Jahren. Ursprünglich hießen wir La Parrokia, inzwischen aber La Horchata Regularband. Den Bandnamen mussten wir ändern, nachdem wir uns von unserem Schlagzeuger Omar Rivera getrennt haben, mit dem es einige Probleme wegen seiner Einstellung und seines Verhaltens in der Band gab. Er hat aus Rache den Namen La Parrokia registrieren lassen, um uns Geld abzuzocken. Wir hatten keine Lust, uns auf dieses dreckige Erpressungsspiel einzulassen, deshalb mussten wir uns wohl oder übel einen anderen Namen ausdenken: La Horchata Regularband. Das hat einige negative Auswirkungen gehabt, z.B. konnte das neue Album erst acht Monate später erscheinen, als wir eigentlich geplant hatten.
Als Musiker wollten wir einfach gerne eine Band gründen, die live auftritt. Wir wollten das Ganze gelassen angehen, unser einziges Ziel war, Spaß zu haben und natürlich auch, dass die Leute sich auf unseren Konzerten amüsieren und so ihre Alltagsprobleme vergessen: die ganze Gewalt, Armut, Korruption und Unterdrückung. Wir machen Musik für die Leute, wir haben keinerlei Interesse daran, eine elitäre Band zu sein, so wie das bei vielen anderen Gruppen aus Guatemala der Fall ist.
Gibt es ein Thema, mit dem ihr euch in euren Liedtexten öfters beschäftigt?
Die Lieder sind alle sehr unterschiedlich. Das Leben als Party, die Liebe aber auch der Protest - die Spannbreite der Themen unserer Liedtexte ist groß. Wir sind der Meinung, dass Musik ein ziemlich effektives Kommunikationsmittel ist, um Ideen oder Gefühle zu vermitteln.
Ist die Musik von La Horchata Regularband eher durch Latin-Ska oder eher durch Trova (Liedermacher) beeinflusst?
Die Band besteht aus acht Musikern, und acht Köpfe denken natürlich auf ganz unterschiedliche Art und Weise. So gehen die Einflüsse von Mozart und Beethoven über Chucho Valdez, Jazz, Los Fabulosos Cadillacs bis hin zu Ska-P etc. Durch diese Vielfalt kommt unsere Musik zu dieser „vibra latina“, diesem Vibrieren, das für Lateinamerika typisch ist und das auch durch unsere Adern fließt.
Dieses Jahr ist euer erstes Album erschienen. Was erwartet ihr euch?
Alles ist richtig gut gelaufen: Die Lieder, die wir als Single ausgekoppelt haben, und die im Radio laufen, kommen beim Publikum richtig gut an. In Zukunft würden wir unsere Musik gerne internationaler ausrichten und in allen Ecken und Winkeln der Welt auftreten.
Was sind die größten Schwierigkeiten, auf die man als Rockgruppe in Guatemala stößt?
Das größte Problem ist, dass kaum jemand es sich leisten kann, sich komplett der Musik zu verschreiben. Wir müssen alle acht Stunden am Tag arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Dadurch bleibt natürlich wenig Zeit für die Band übrig. Außerdem werden die lokalen Bands weder von der Musikindustrie noch von anderen Seiten unterstützt.
Hat sich die Kultur- und Musikszene in Guatemala-Stadt in den letzten Jahren verändert?
In den letzten Jahren haben viele neue Clubs und Konzertsäle aufgemacht, in denen die lokalen Bands auftreten können, das ist natürlich gut. Aber auch für andere Künstler, wie Maler, Bildhauer oder Schriftsteller, haben sich viele neue Möglichkeiten aufgetan. Leider verdient man als Künstler in Guatemala nicht viel Geld. So langsam öffnen sich aber immer mehr Türen, um Kunst ausstellen oder verbreiten zu können. Dazu trägt auch die Untergrundszene bei, die ziemlich groß ist. Das ist ein ganz interessantes Phänomen.
Was habt ihr für ein Verhältnis zu den Jugendbewegungen hier in Guatemala, z.B. zu HIJOS, der Organisation der Söhne und Töchter von Verschwundenen?
Wir als Band fühlen uns ziemlich verbunden mit den sozialen Bewegungen, denn wir glauben, dass aus der Einheit die Kraft entsteht. Aber vor allem weil wir selbst noch jung sind, müssen wir uns engagieren, um hier in unserem Land etwas zu bewegen.
Was gibt es für Projekte oder Pläne für die Zukunft? Habt ihr vor, auch in anderen Ländern zu spielen?
Ja klar, wir würden natürlich gerne in Deutschland auftreten, wär das nicht cool?! Nein, im Ernst, wir würden uns natürlich freuen, wenn unsere Lieder oft im Radio gespielt würden. Außerdem wollen wir so viel wie möglich live spielen, und zwar in ganz Guatemala. Und falls sich wirklich die Möglichkeit ergibt, im Ausland zu spielen, sagen wir natürlich nicht nein!
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