Lateinamerika Presseschau 26.01.09 -  01.02.09

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Latino -Rhythmen  (taz, 31.01.)
Im Tiefschnee

Lateinamerika: Abkehr vom Interventionismus?  
(Zeit, 30.01.)

Die ALBA-Staaten planen nächstes Gipfeltreffen  (Amerika21, 29.01.)   Im Mittelpunkt wird die Bewältigung 
der weltweiten Wirtschaftskrise stehen

Chávez und Uribe reden wieder miteinander 
(Amerika21, 27.01.)  Die Präsidenten von Venezuela und Kolumbien trafen sich zum bilateralen Gipfel

Gipfeltreffen ­Uribe – Chávez   (jW, 26.01.)

Chávez und Uribe legen Streit bei   (taz, 26.01.)

Argentinien
Argentina: Women Keep Disappearing  (udw, 29.01.)

Dürrenotstand in Argentinien   (taz, 28.01.)

Argentinien ruft Notstand aus  (FR, 27.01.)
Wegen der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten hat die argentinische Präsidentin Fernandez den Notstand für die Landwirtschaft ausgerufen.

Bolivien
Kein Rückfall ins Inka-Reich  (Freitag, 29.01.)
Mit der neuen Verfassung bleibt die Neugründung
  des Landes nicht länger Utopie

Morales bietet Verhandlungen an  (NZZ, 28.01.)
Nach seinem Sieg bei dem Verfassungsreferendum 

Neue Verfassung in einem Referendum angenommen  (Zmag, 27.01.)   Am Sonntag wurde die neue bolivianische Verfassung in einem landesweiten Referendum angenommen. Einige Tausende versammelten sich in La Paz. Vom Balkon des Präsidentenpalastes rief Präsident Morales der begeisterten Menge zu: "Hier startet ein neues Bolivien.

Bolivien neu gegründet  (jW, 27.01.)
Über 60 Prozent der Wähler geben der neuen Magna Charta ihre Zustimmung. Niederlage für den »inneren und äußeren Kolonialismus«. Rechte kündigt Widerstand an.

Bolivien bleibt ein gespaltenes Land  (taz, 27.01.)
Eine Mehrheit der BolivianerInnen stimmt der neuen Verfassung Boliviens zu. Doch so hoch, wie sich Präsident Evo Morales das vorgestellt hatte, fällt das Ja nicht aus. Und in den oppositionell regierten Provinzen des reicheren Tieflands siegt das Nein

Suche nach dem sozialen Kompromiss  (taz, 27.01.)

Morales setzt sich durch  (FR, 27.01.)
In Bolivien hat sich zwar eine Mehrheit für die neue Verfassung ausgesprochen, aber die Zustimmung fiel geringer aus, als die Regierung erwartet hatte. Die Teilung des Landes in zwei Blöcke dürfte damit fortbestehen..

Evo forever?  (Latinorama, 27.01.)

Bolivianer nehmen neue Verfassung an  (FR, 27.01.)
Eine breite Mehrheit hat sich in Bolivien für die neue Verfasssung ausgesprochen. Sie stärkt die Rechte der Indios und erlaubt Präsident Morales eine weitere Amtszeit.

Präsident Morales setzt sich durch  (SZ, 27.01.)
Das Ende von Kolonialismus und Großgrundbesitz": Eine breite Mehrheit der Bolivianer hat sich in einer Volksabstimmung für eine neue Verfassung ausgesprochen

Formale Neugründung  (ND, 27.01.)
Boliviens Neugründung ist formal abgeschlossen.
  Real bleibt noch ein weiter Weg zu gehen.

Morales feiert Sieg der neuen Verfassung  
(Standard, 27.01.)   Präsident will "Kolonialstaat begraben" – Auszählung zeigt aber knappen Ausgang - mit Video

 Bolivianer stimmen über neue Verfassung ab  (jW, 26.01.)

Eindeutiger Sieg für Morales  (Amerika21, 26.01.)
62 Prozent der Bolivianer stimmen für die neue Verfassung 

Bolivianer nehmen neue Verfassung an  (NZZ, 26.01.)
Bei der Volksabstimmung über eine neue Verfassung in Bolivien zeichnet sich eine Mehrheit für das Projekt des linksgerichteten Staatschefs Evo Morales ab. Die neue Verfassung soll die Rechte der indianischen Bevölkerung stärken und dem Präsidenten eine weitere Amtszeit ermöglichen.

Morales bietet Opposition Verhandlungen an  
(Standard, 26.01.)  Über "Umsetzung der neuen Verfassung" - Opposition hat Morales wiederholt vorgeworfen, er wolle eine linke Diktatur errichten

Brasilien
Sozialprogramme werden trotz Sparpakets ausgeweitet  
(Standard, 31.01.)   12,9 Millionen Familien sollen Unterstützung erhalten

Aufruf zur Offensive  (jW, 31.01.)
Weltsozialforum in Belém: Fünf südamerikanische Staatschefs üben scharfe Kritik am Kapitalismus und rufen zu Veränderung auf.

Vier Präsidenten und ein Sündenfall  (taz, 31.01.)
Starke Worte auf dem Weltsozialforum: Ecuadors Präsident Rafael Correa fordert eine "regionale Finanzarchitektur" mit eigener Regionalwährung und einem eigenen Bankwesen. Landlosenbewegung kritisiert "Untätigkeit" der Staatenführer

Linke Präsidenten plädieren für Sozialismus des 21. Jahrhunderts  (ND, 31.01.)   
Weltsozialforum fordert radikale Neugestaltung der Weltwirtschaft

Linke Präsidenten bei Sozialforum als Helden gefeiert  (NZZ, 31.01.)   Rund 100'000 Globalisierungsgegner haben den Protagonisten der Linken in Lateinamerika beim Sozialforum in Brasilien einen begeisterten Empfang bereitet. Der gastgebende Präsident Luiz Inacio Lula da Silva und der venezolanische Staatschef Hugo Chavez wurden von der Menge am Donnerstag wie Helden gefeiert.

Pinke Elefanten  (jW, 30.01.)
In Brasilien hat die Fußballsaison begonnen. 
Vorerst ohne Ronaldo. Gefeiert wird trotzdem.

Rauchzeichen überm Delta (taz, 30.01.)
Ihre Rituale und ihr bunter Federschmuck sind auffällig, aber die Ureinwohner des Regenwaldes richten einen eindringlichen Appell an ihre Regierungen und die Welt: Die Indígenas fordern eine neue Form des Wirtschaftens im Amazonasgebiet und wehren sich gegen industrielle Zerstörung

»Bald sind wir alle Sozialisten«  (ND, 30.01.)
Mehr denn je stehen indigene Völker im Mittelpunkt des Weltsozialforums. Ihr Stellenwert wurde durch den Panamazonientag am Mittwoch unterstrichen. Generell wird über nachhaltige und gerechte Alternativen zum Kapitalismus diskutiert – nicht nur das Amazonasgebiet betreffend. mehr ...

Chávez in Belem: Lateinamerika erlebt eine wirkliche Revolution 
(Ven-akt, 30.01.)

Lust auf Aufbruch  (jW, 29.01.)
Soziale Bewegungen beginnen Weltsozialforum
 mit einer großen Demonstration.

Rom schäumt vor Wut  (jW, 29.01.)
Italienischer Botschafter aus Brasilien zu Beratungen
 über Fall Battisti zurückbeordert.

Das neunte Weltsozialforum tanzt und trommelt 
(taz, 29.01.)  Bei der Eröffnungsdemo kritisieren die Teilnehmer den Kapitalismus. Wirtschaftskrise ist ein Schwerpunkt

Weltsozialforum beginnt in Belém  (Amerika21, 29.01.)
Ökologische Politik und das Schicksal der Amazonasregion stehen im Zentrum. Debatte um Nachhaltigkeit der Veranstaltung

Brazil's Landless Movement Turns 25, Opens "New Phase" of Struggle  (udw, 29.01.)

"Auf dem Weltsozialforum passiert zu viel"  (taz, 28.01.)
Die Teilnehmer kämen bei dem Treffen in Brasilien gar nicht zum Nachdenken, sagt der Journalist Lúcio Flávio Pinto

Armut mit Billionen von Dollar bekämpfen  (FR, 28.01.)
Einen Tag vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos ist in der brasilianischen Amazonas-Stadt Belém das als Gegenveranstaltung angelegte Weltsozialforum eröffnet worden.

Deutsche für eine »andere Welt«  (ND, 28.01.)
Die deutschen Teilnehmer sehen dem diesjährigen 
Weltsozialforum optimistisch entgegen.


»Wir streben in Belém nach der kritischen Masse«  
(ND, 28.01.)   Antonio Martins ist Mitbegründer des globalisierungskritischen Netzwerks Attac in Brasilien und einer der Initiatoren des ersten Weltsozialforums..

Auftakt des Weltsozialforums in Brasilien  (DW, 28.01.)
Das Großtreffen der Globalisierungskritiker steht 
unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich".  

Kämpfen für eine Agrarreform  (jW, 27.01.)
Kongreß der Landlosenbewegung Brasiliens

Globaler Ratschlag  (jW, 27.01.)
Wirtschafts- und Finanzkrise, Umweltverschmutzung und Ressourcenraub: Heute beginnt in Brasilien das Weltsozialforum

Weltsozialforum: Kuscheln statt streiten?  (taz, 27.01.)

»Ganz Belém spricht über das Weltsozialforum« 
(jW, 26.01.)   Treffen der Globalisierungskritiker beginnt am Dienstag in Brasilien. 

Ein Thema, viele Antworten  (taz, 26.01.)
Angesichts der globalen Finanzkrise wollen auch die TeilnehmerInnen des Weltsozialforums in Belém ein deutliches Signal setzen. Das ist aber schwer

Chile
Urteil gegen Pinochet-Schergen  (jW, 31.01.)

Ecuador
Reichtum, der noch ärmer macht  (ND, 28.01.)
Alles, was Jhon über den Regenwald weiß, verdankt er seinem Großvater Atanaso. Der lehrte den Jungen, den Dschungel, der den indigenen Völkern Lebensr ... 

Kein Gegner für Rafael Correa  (Redglobe, 28.01.)
In Ecuador wird es immer unwahrscheinlicher, dass die Opposition sich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen kann, der bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl am 26. April dem amtierenden Staatschef Rafael Correa paroli bieten kann.

Guatemala
3.350 Klagen wegen Menschenrechtsverletzungen  (Standard, 31.01.)   Verbrechen während des Bürgerkriegs von 1960 bis 1996 - Vorwürfe überwiegend gegen Soldaten und Milizionäre

Kolumbien
Kolumbien: Unmut über Uribe  (jW, 31.01.)

Entlassung nach acht Jahren Geiselhaft  (taz, 31.01.)
Kolumbiens Farc-Guerilla will am Wochenende
 offenbar sechs weitere Geiseln freilassen

Wagemutig  (ND, 31.01.)
In Kolumbien erfordert es Mut, überhaupt einer Gewerkschaft beizutreten. Im seit Jahrzehnten anhaltenden Bürgerkrieg sind Gewerkschafter die häufigste ... 

Tote bei Anschlag in Bogotá  (taz, 29.01.)

FARC/rehenes: "será el domingo"  (BBC, 29.01.)
La senadora colombiana Piedad Córdoba asegura que ya tiene las coordenadas para la entrega de seis rehenes.

Mindestens zwei Tote bei Anschlag in Bogotá  
(Standard, 28.01.)  Verteidigungsminister Santos schließt Attentat der FARC nicht aus

Kuba
Raúl Castro in Rußland  (jW, 31.01.)
Erster Moskau-Besuch nach Ende der Sowjetunion

Die Wiederauferstehung einer alten Freundschaft  
(taz, 31.01.)  Bei einem ausgedehnten Besuch in Russland versucht Kubas Staatschef Raúl Castro jene Bande neu zu knüpfen, die mit dem Zusammenbruch der alten Sowjetunion abgerissen waren. Beide Regierungen sehen darin große Chancen

Kuba fordert Rückgabe von Guantánamo (jW, 30.01.)

Kuba fordert Guantánamo (taz, 30.01.)

Fidel Castro verlangt Rückgabe von Guantanamo (FR, 30.01.) Die Beibehaltung von Guantanamo bedeute eine Verletzung des Völkerrechts und einen Machtmissbrauch der USA gegenüber einem kleinen Land, sagt der frühere kubanische Staatschef.

Kuba will Guantanamo zurück (Standard, 30.01.)

Neue Partnerschaft zwischen Russland und Kuba (NZZ, 30.01.)
Russland und Kuba haben eine neue strategische ..

Castro verlangt von Obama Rückgabe von Guantanamo (NZZ, 30.01.)

Der frühere kubanische Staatschef Fidel ... (NZZ, 30.01.)

Kuba will »Geste für Geste«  (ND, 27.01.)
Seit Dienstag hat es Kuba mit dem elften Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika seit dem Sieg der Revolution vor 50 Jahren zu tun. Anders als ... mehr ...

Raúl Castro besucht Russland  (Standard, 27.01.)
Moskau will militärische Kooperation wiederbeleben

Mexico
"Megamarcha" en la capital de México  (BBC, 31.01.)
Miles de manifestantes protestaron contra el gobierno por los efectos de la crisis económica y el precio del diesel.

Hoffen auf Obrador  (jW, 30.01.)
Mexikos Expräsidentschaftskandidat der Linken
 mobilisiert wieder die Massen.

USA: Grenzzaun zu Mexiko fast fertig  (jW, 29.01.)

Grenzzaun fast fertig  (taz, 29.01.)

Mexikos Drogenmafia rächt sich  (SZ, 29.01.)
Er soll Leichen in Säure aufgelöst haben. Am Donnerstag hat die Polizei den "Suppenkoch" der Drogenmafia festgenommen. Das zog offenbar einen Racheakt nach sich.

Rache an der Polizei  (taz, 28.01.)
Nach Festnahme

Großdemonstration in Mexiko-Stadt  (jW, 27.01.)
López Obrador gegen »Angst und Depression«7

Mexiko mutiert zum Drogenstaat  (Standard, 27.01.)
Präsident Calderón hofft, dass es ihm mit Unterstützung 
der USA gelingt, die Kartelle zu zerschlagen

Sechs Stiere auf einen Streich  (SZ, 27.01.)
Er ist erst elf Jahre alt - und will als jüngster Matador einen zweifelhaften Rekord aufstellen: Dafür hat Michelle "Michelito" nun sechs Jungstiere getötet.

Wie der Suppenkoch von Teo seine Leichen entsorgte  (Spiegel, 27.01.)   Er soll Hunderte Leichen für die mexikanische Drogenmafia in Lauge aufgelöst haben.

In Säure aufgelöst  (taz, 26.01.)
300 Leichen

Der Tequila Sunrise wirft Schatten  (taz, 26.01.)
Das mexikanische Nationalgetränk, der Tequila, wird mittlerweile weltweit getrunken. Die Produktionsmenge hat sich in zehn Jahren verdoppelt. Der hippe Drink beschert der Anbauregion eine Krise, Kleinbauern werden von Großbrennereien verdrängt

Peru
Newmont Mining am Pranger  (ND, 29.01.)
In Davos wurde am Mittwoch das US-amerikanische Bergbau-Unternehmen Newmont Mining zur »übelsten Firma« der Welt gekürt. Hauptgrund für die Auszeichnung mit dem Negativpreis, der jährlich anlässlich des Weltwirtschaftsforums verliehen wird, sind die für die Umwelt ruinösen Geschäftspraktiken des Multis.

Venezuela
Mahnwache gegen Uribe  (taz, 31.01.)

Comandante im Endspurt vorne  (Amerika21, 30.01.)
Umfrageinstitute prognostizieren Chávez' Sieg beim Verfassungsreferendum

Schlag gegen Paracos  (Amerika21, 30.01.)
Venezolanische Sicherheitsbehörden nehmen mehrere Dutzend kolumbianische Paramilitärs fest

Werbung für Chávez  (taz, 30.01.)
Maradona

Maradona liefert Chavez Propaganda-Steilpass  
(Standard, 29.01.)   Vor Referendum über Amtszeitverlängerung

Venezuela feiert 10 Jahre Revolution mit ALBA-Gipfel  (Ven-akt, 29.01.)

Umfrage: 54 Prozent unterstützen Verfassungsänderung   (Ven-akt, 27.01.)

In der Presseschau: junge Welt, taz, FR, ND, Standard, Amerika21, LinkeZeitung, Linkszeitung Telepolis, WoZ, Freitag, AK, SoZ, JungleWorld u.a.

Nicht vergessenJeden Dienstag/Mittwoch neue Berichte aus Lateinamerika bei Poonal. Siehe auch Onda produziert Magazinsendungen und Radiobeiträge über Lateinamerika, die kostenfrei herunterladbar sind. Monatlich Lateinamerika Nachrichten (10 Ausgaben im Jahr). Matices (4 Ausgaben im Jahr). Regelmäßig gewerkschaftliche Nachrichten bei LabourNet   Weblogs u.a. Amerika21.de ist in erster Linie eine journalistisch betreute Website zur Beobachtung der politischen Prozesse in Venezuela und Lateinamerika. Gerhard Dilger, Freier Journalist in Porto Alegre, Brasilien. Texte aus Politik, Wirtschaft und Kultur in Lateinamerika. Klaus Hart Brasilienkorrespondent seit 1986 für Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. redblog nachrichten gegen den mainstream, versucht informationen und kommentare widerzugeben, die man in der bürgerlichen medienwelt kaum findet. thematisiert werden vor allem die politik in lateinamerika und deutschland. 

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