Lateinamerika Presseschau 30.10.11 - 05.11.11

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Auch Schwarze wollen Indianer sein  (Zeit, 05.11.)  Der Stamm der Cherokee streitet mit den Nachkommen seiner schwarzen Sklaven darüber, wer ein richtiger Indianer ist. Es geht nicht nur um Geld.

Der Prozess der Bilder  (taz, 05.11.)
TERRORIST Am Montag steht Ilich Ramírez Sánchez alias "Carlos" in Paris vor Gericht. Er wird die Bühne nutzen, die ihm die Justiz bietet

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick  (redblog, 04.11.)

Dankesrede von Hollman Morris (Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2011)  (ZMag, 04.11.)
"Der hier zu Ihnen spricht, kommt aus einem Viertel der Welt, das sich Lateinamerika nennt ...

Rote Filmfabrik  (ND, 03.11.)
Filme aus Lateinamerika sind im kommenden Jahr Schwerpunktthema beim 55. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilme.

Ex-Minister boykottieren Niebels Feier   (Zeit, 03.11.)  Die früheren Entwicklungsminister Bahr, Eppler und Wieczorek-Zeul werden nicht zur 50-Jahr-Feier ihres alten Ministeriums kommen. Grund ist die Arbeit ihres Nachfolgers.

Argentinien
Gemeinsam streiten, Compañeras  (taz, 05.11.)  GLOBALE-FILMFEST Wie eines der größten Hotels in Buenos Aires zu einer Kooperative wurde, zeigt die Doku "Nosotros del Bauen"

Untercover-Polizistin vergewaltigt   (FR, 03.11.)  Eine argentinische Polizistin soll einen Vergewaltiger ködern. Tatsächlich springt der Täter an, aber am Ende wird die Jägerin selbst zum Opfer. Ihre Kollegen bemerken von alldem nichts. Wie konnte das passieren?

Brasilien
Polizeiauto rammt startendes Flugzeug  (Stern, 04.11.)  Es sind Szenen wie aus einem Film: Ein brasilianisches Polizeiauto verfolgt ein Flugzeug mit Schmugglern auf einer Startbahn.

Lula verlässt Klinik nach erster Chemotherapie  (Standard, 02.11.)  In drei Wochen soll Ex-Präsident für nächste Behandlung ins Krankenhaus in Sao Paulo zurückkehren

Aus dem Viertel für das Viertel  (Standard, 02.11.)   Einführung einer lokalen Währung in Cidade de Deus, Rios berühmtesten »Favela«, soll die lokale Entwicklung fördern

Ex-Präsident Lula hat Kehlkopfkrebs  (Standard, 31.10.)  Arbeiterführer muss sich chemotherapie unterziehen

Brasiliens Ex-Präsident hat Krebs  (SZ, 31.10.)
Brasiliens ehemaliger Präsident Lula da Silva hat einen Tumor im Kehlkopf. Der frühere Staatschef muss sich einer Chemotherapie unterziehen. Die Ärzte schätzen seine Chancen als sehr gut ein.

Ecuador
EU-Troika treibt Griechenland in humanitäre Krise / Vorbild Ecuador: erfolgreiche Schuldenstreichung  (taz, 05.11.)

Her mit den 50 Millionen! Warum Deutschland die Yasuní-ITT-Initiative unterstützen sollte  (Latinorama, 03.11.)

Ecuadors Präsident Correa unterbricht Vortrag von Weltbank-Vertreterin  (Standard, 31.10.)  Präsident wirft Weltbank Erpressung seines Landes vor

Guatemala
»Die Öffnung für den Weltmarkt hat zu Landraub geführt«  (JW, 44/11)  Roberto Mendez im Gespräch über die Präsidentschaftswahl in Guatemala

Honduras
Fast 180 Polizisten festgenommen  (jW, 05.11.)

Honduras ist zum mörderischsten Land der Erde geworden  (Telepolis, 31.10.)  In Afrika und Lateinamerika werden am meisten Morde begangen, organisierte Kriminalität (Drogenhandel) und soziale Ungleichheit sind Hauptfaktoren

Kolumbien
FARC-Chef getötet  (FR, 05.11.)
Kolumbianische Militärs haben den Führer der linksgerichteten Guerilla "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC)" bei einem Bombenangriff getötet. Nun fordert Kolumbiens Präsident die Rebellen auf, ihre Kämpfer zu entwaffnen

Anführer der Farc-Rebellen ist tot  (Zeit, 05.11.)  Alfonso Cano, Chef der kolumbianischen Guerillagruppe, ist bei einem Militärangriff ums Leben gekommen. Die Regierung spricht vom härtesten Schlag gegen die Rebellen.

Farc-Guerilla verliert ihren letzten politischen Anführer  (Spiegel, 05.11.)  Das könnte der Wendepunkt in der Geschichte der ältesten Rebellengruppierung Südamerikas sein: Kolumbiens Militär hat den Anführer der Links-Guerilla Farc, Alfonso Cano, getötet. Experten gehen davon aus, dass sich die Farc nun vollständig dem Drogenhandel zuwendet.

Chef der kolumbianischen FARC-Guerilla getötet  (Standard, 05.11.)  Alfonso Cano starb bei Militäreinsatz im Südwesten des Landes

Farc-Rebellenchef in Kolumbien bei Militärangriff getötet  (NZZ, 05.11.)  Erfolg für Präsident Santos im Kampf gegen letzte Guerilla-Bewegung in Lateinamerika

Farc-Rebellenchef Cano bei Militärangriff getötet  (FAZ, 05.11.)
Der Führer der kolumbianischen Guerilla „Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“ (Farc), Alfonso Cano, ist bei einer Militäroperation in der Provinz Cauca getötet worden.

Soldaten töten Rebellen-Chef Cano  (Stern, 05.11.)  Der Chef der kolumbianischen Guerilla-Bewegung Farc ist tot. Alfonso Cano soll bei einem Bombenangriff durch das Militär ums Leben gekommen sein. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos sprach vom "härtesten Schlag" gegen die Rebellen

Farc-Anführer bei Militäraktion getötet  (SZ, 05.11.)  "Eines der wichtigsten militärischen Ziele erreicht"

Schönheitskönigin muss in den Knast  (FR, 04.11.)  Weil sie kiloweise Kokain schmuggeln wollte, hat ein Gericht eine ehemalige kolumbianische Kaffeekönigin zu sechs Jahren Haft verurteilt - offenbar konnte ihre Cleverness nicht mit der Schönheit mithalten.

Kokainschmuggel  (Spiegel, 03.11.)
Kolumbianische Schönheitskönigin muss ins Gefängnis

Vom Unterwäschemodel zur Koks-Königin  (SZ, 03.11.)  Weil sie versuchte, Rauschgift über Mexiko nach Europa zu schaffe, muss ein kolumbianisches Model für sechs Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Die 31-Jährige beteuert ihre Unschuld - steht jedoch unter einem weiteren schwerwiegenden Verdacht.

Linke verliert Bogotá  (jW, 01.11.) 
Regionalwahlen in Kolumbien: Schlappe auch für Regierungspartei

Ex-Guerillero Petro neuer Bürgermeister von Bogotá  (Standard, 01.11.) 
Im Vorjahr beit Präsidentenwahl gescheitert - Wahl in Hauptstadt verlief trotz Angst vor Rebellen-Angriffen ruhig

Erfolg in Kolumbien: Nur ein Anschlag am Wahltag  (taz, 01.11.)   41 Kandidatenmorde, 230 Angriffe - Gewalt um die Wahlen. Aber weniger als vorher

Trau keinem mit der 30  (JW, 43/2011)
Studentenproteste in Kolumbien

Kuba
Kuba legalisiert Immobilienverkauf  (jW, 04.11.)

Kuba legalisiert Kauf und Verkauf  (taz, 04.11.)

Kuba legalisiert Kauf und Verkauf von Immobilien  (Standard, 04.11.)  Bisher wichtigste Reform in Richtung Marktwirtschaft

Nicht ausreichend  (jW, 03.11.)
Stellungnahme des »Netzwerks Kuba«

Paypal hebt Kontensperrung auf  (jW, 02.11.) 

Kuba lässt Dissidenten wieder harte Hand spüren  (NZZ, 02.11.)   Als sie einen hungerstreikenden Oppositionellen im Spital besuchen wollten, hat die Regierungsgewalt in Kuba zugeschlagen. Der mit dem Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnete Guillermo Fariñas und weitere Dissidenten sind festgenommen und teilweise misshandelt worden. 

Mexico
Aktivist freigelassen  (Spiegel, 05.11.)
Anonymous wird nun doch keine Kollaborateure des Zeta-Drogenkartells outen. Das Hackerkollektiv hatte dies angekündigt, um die Freilassung eines der Ihren zu erzwingen. Der Gekidnappte ist offenbar wieder frei - und das Kartell droht mit Massenmord.

Erfolg für Anonymous in Mexiko Drogenkartell lässt Netzaktivisten frei  (Stern, 05.11.)

Drogenbande lässt Anonymous-Hacker frei   (SZ, 05.11.)

Anonymous "Lieber aufrecht sterben, als in die Knie gehen"   (Zeit, 04.11.)  In Mexiko hat Anonymous einem Drogenkartell den Krieg erklärt. Ob die Aktivisten wissen, was sie tun, ist unklar, aber sie geben Menschen Hoffnung, schreibt T. Käufer.

Mexiko: Anonymous zieht in den Drogenkrieg  (Spiegel, 04.11.)

Marine beschlagnahmt zwei Tonnen Marihuana  (Stern, 04.11.)

Hackergruppe Anonymous droht mexikanischen Drogenbossen  (FR, 03.11.)  Das Hackernetzwerk Anonymous hat das mexikanische Verbrecherkartell "Los Zetas" aufgefordert, ihr "Terrorregime" in Mexiko zu beenden

Hacker erklären Drogenkartell den digitalen Krieg  (Stern, 03.11.)  Mexikanische Netzaktivisten haben dem Drogenkartell "Los Zetas" den Kampf angesagt. Nachdem ein Mitglied der Hackergruppe Anonymous in Mexiko entführt wurde, drohen diese nun Namen der Mafiaorganisation zu veröffentlichen. Den Anfang haben sie nun gemacht

Keiner vertraut keinem  (ND, 01.11.) 
Reportagen über Mexikos durch den »Drogenkrieg« traumatisierte Bevölkerung

Hacker gegen Drogenkartell  (taz, 02.11.) 
MEXIKO Nachdem einer der ihren von den "Zetas" entführt wurde, droht die Hackergruppe Anonymous dem Kartell mit der Veröffentlichung der Namen von Kollaborateuren. Das kann gefährlich werden

Anonymous-Hacker nehmen Kampf gegen mexikanisches Drogen-Kartell auf  (LZ, 02.11.) 

"Lieber aufrecht sterben als auf Knien leben"   (SZ, 02.11.)   Die Hackergruppe Anonymous sucht nach der Entführung eines Mitglieds die Konfrontation mit Mexikos skrupellos mordendem Drogenkartell "Los Zetas". Sie fordert das Syndikat auf, sein "Terrorregime" im Land zu beenden - und stellt ein Ultimatum.

Anonymous droht mexikanischen Drogenbossen  (Spiegel, 31.10.)  Die Hacker drohen der Drogenbande mit Krieg: Nach der Entführung eines Online-Aktivisten droht Anonymous damit, Daten von Unterstützern des Kartells Los Zetas zu veröffentlichen - mit möglicherweise tödlichen Konsequenzen für die Enttarnten

Nicaragua
Daniel Ortega kauft das Herz der Armen  (taz, 05.11.)  Der Sandinistenchef hat sich mit Verfassungsmanipulationen und undurchsichtigen Sozialprogrammen auf die Wiederwahl am Sonntag vorbereitet. Sein einziger ernst zu nehmender Gegner ist ein rechter Radiounternehmer, der Korruption abschaffen will

Ortega steht vor Wiederwahl  (ND, 05.11.)
Der Urnengang zur Nicaraguas Präsidentschaft am Sonntag scheint reine Formsache zu sein

In Nicaragua keimt die Diktatur  (Zeit, 05.11.)
Am Sonntag wählt Nicaragua einen neuen Präsidenten. Gewinnen wird einmal mehr Daniel Ortega - obwohl der gar nicht mehr kandidieren dürfte.

Letzte Wahl im Schatten der Vergangenheit  (Standard, 03.11.)  Nicaragua steht vor weiterer Amtszeit von Präsident Daniel Ortega

Der rasende Botschafter des Sandinismus  (WoZ, 44/11.)  Der Unternehmer Eduardo Kühl wurde 1979 durch 
einen Zufall das erste öffentliche Gesicht des revolutionären Nicaragua in Europa

Paraguay
Paraguays Regierung unter Druck  (Survival)
Unkontaktierte Indianer vor Viehzüchtern schützen

In der Presseschau u.a.: junge Welt taz FR ND  Standard gfp LinkeZeitung, Linkszeitung RedGlobe
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Nicht vergessen Portal amerika21 Womblog Correos  Quetzal Jeden Dienstag/Mittwoch neue Berichte aus Lateinamerika bei   Nachrichtenpool Poonal  Latin@rama Siehe auch Onda produziert Magazinsendungen und Radiobeiträge über Lateinamerika, die kostenfrei herunterladbar sind. Monatlich Lateinamerika Nachrichten (10 Ausgaben im Jahr). Matices (4 Ausgaben im Jahr). Regelmäßig gewerkschaftliche Nachrichten bei LabourNet   Weblogs u.a. Amerika21.de ist in erster Linie eine journalistisch betreute Website zur Beobachtung der politischen Prozesse in Venezuela und Lateinamerika. Gerhard Dilger, Freier Journalist in Porto Alegre, Brasilien. Texte aus Politik, Wirtschaft und Kultur in Lateinamerika. Klaus Hart Brasilienkorrespondent seit 1986 für Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. redblog nachrichten gegen den mainstream, versucht informationen und kommentare widerzugeben, die man in der bürgerlichen medienwelt kaum findet. thematisiert werden vor allem die politik in lateinamerika und deutschland. 

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