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Lateinamerika Presseschau 23.02. - 29.02.04  

Presseschau-Archiv


Fußball in Südamerika  (25.02)
Doc Bilardo dreht durch, Don Máspoli ist tot

Argentinien
Menem-Geld gesperrt   (26.02)

Kino: Und morgen? (26.02)
B.Aires – Sólo por hoy von Ariel Rotter
Die Wohngemeinschaft atmet den Charme der westdeutschen 70er Jahre, was nicht zuletzt an der Befindlichkeit der Bewohner liegt. Gestritten wird ums Einkaufen und Putzen, Geld für die Mieter ist immer knapp, weil einträgliche Jobs rar sind...

Brasilien
Brasiliens neue Sklaven  (27.02)
Über 25.000 Brasilianer werden auf Köhlereien und Farmen
 wie Sklaven gehalten, Wanderarbeiter werden ausgebeutet. Jetzt will die Regierung Lula im Kampf gegen die Sklaverei Gesetze verschärfen und lässt verdächtige Landgüter inspizieren. Doch die Agrarlobby wehrt sich
Mordanschläge
   Sklavenarbeit

Chile
Romantik im Namen des Gerichts (24.02)
Ein chilenischer Ehemann hatte seine Frau in betrunkenem Zustand verprügelt. Als richterliche Strafe muss er nun ein romantischen Abendessen in einem eleganten Restaurant ausgeben.

Haiti
Chaos in Port-au-Prince  (28.02)
Aristide-Anhänger greifen Krankenhaus an und errichten
  Barrikaden - Mehrere Tote - Plünderungen - Mit Infografik

US-Küstenwache brachte 537  Bootsflüchtlinge zurück  (28.02)

Erdrosselt von eigener Geschichte  (28.02)
Folgt der Präsidentschaft Aristides ein rücksichtsloser Beutezug seiner Gegner?

Putschversuch in Haiti: Eine große Verschwörung?  (28.02)
Kim Ives, Redakteur des New Yorker Büros der haitianischen Wochenzeitschrift Haiti Progres

Zwei Einsätze  (28.02)
Haiti und Côte d’Ivoire im UN-Sicherheitsrat

Krieg in der Karibik?  (28.02)
Hintergründe der Krise in Haiti

Mit Gewalt zur Hegemonie  (28.02)
Die US-Einmischung in Haiti und ihre lange Geschichte
 sind eng mit der Entwicklung am Golf verknüpft

UN-Vetomächte gegen Intervention in Haiti  (28.02)
USA und Frankreich wollen Rücktritt des Präsidenten Aristide: Erst nach einer politischen Vereinbarung könnten Eingreiftruppen landen. Eine politische Vereinbarung ist aber nicht in Sicht. Haitis Rebellen schnüren die Hauptstadt ein

Frankreich und USA lassen Aristide fallen  (28.02)
  Präsident Jean-Bertrand Aristide sitzt in der Klemme. Frankreich und die USA fordern seinen Rücktritt, nachdem ihr Friedensplan von der Opposition abgelehnt wurde – nicht von Aristide.

USA und Frankreich lassen Aristide fallen  (28.02)
Präsident Haitis gerät zunehmend auch international 
unter Druck / Rebellen marschieren weiter vor

Hektische Beratungen um Aristides Zukunft  (27.02)
Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. 
Frankreich und USA erwägen Militäreinsatz

Rebellen wollen "politischer Entwicklung" noch Chance geben  (27.02) Plan des Sturms der Hauptstadt verzögert sich - Frankreich fordert Rücktritt Aristides - UNO-Sicherheitsrat tagt

Port-au-Prince erwartet die Rebellen  (27.02)
In Haiti wollen die Rebellen schon am Wochenende die Hauptstadt erobern. Frankreich lässt Präsident Aristide fallen und fordert seinen Rücktritt, während bei der UNO in New York die Bemühungen um eine diplomatische Lösung weitergehen

Rebellen warten auf Rücktritt Aristides  (27.02)
Töchter des Präsidenten von Haiti fliehen in die USA /
 Frankreich verstärkt den Druck

USA weisen Flüchtlinge zurück  (27.02)
Präsident Bush hat der Küstenwache befohlen, Bürgerkriegsflüchtlinge aus Haiti in ihre Heimat zurückzuschicken.

Kein Kompromiss in Haiti in Sicht (26.02)
Opposition lehnt internationalen Friedensplan erneut ab und legt eigenen Plan für den Rücktritt des Präsidenten Aristide vor. Während die Rebellen vorrücken, bittet Aristide um "Präsenz der internationalen Gemeinschaft", sagt aber nicht, was er meint

Haiti versinkt im Chaos (Thema des Tages) (26.02)

Aristide hofft auf fremde Hilfe (26.02)
Haitis Präsident warnt vor Flüchtlingsproblemen
 bei Erfolgen der Widerstandsbewegung

Ungelegene Krise im Hinterhof  (26.02)
Nach einer langen Zeit des Wegschauens wird in 
den USA der Ruf nach einem Plan B für Haiti lauter

Hintergrund: Chronik einer Krise,    Das Porträt: RebellischAnalyse: Frankreichs Verantwortung

Paris fordert indirekt Rücktritt Aristides  (26.02)
Frankreich für sofortige Aufstellung einer zivilen Friedenstruppe

Aristide warnt vor Blutbad (26.02)
Sprecher der Demokratischen Plattform lehnten am Dienstagabend (Ortszeit) deren Friedensplan ab, weil dieser keinen Rücktritt von Präsident Jean-Bertrand Aristide vorsieht. Die Hauptstadt Port-au-Prince bereitete sich auf einen Angriff der bewaffneten Rebellen aus dem Norden vor.

Der bedrängte Priester  (25.02)
Während die Nachbarstaaten sich um einen Kompromiss bemühen,  setzt die bewaffnete Opposition in Haiti ihren Vormarsch fort und ist  schon kurz vor der Hauptstadt angelangt.

Revolte auf Dollarbasis  (25.02)
Die Rolle der USA beim Kampf gegen Aristide ist offensichtlich.  Streit um Freigabe von Dokumenten zur Tätigkeit der CIA in Haiti (Teil 2 und Schluß)

Aristide will Wahlen vorziehen  (25.02)

Paris und Washington um politische Lösung bemüht  (25.02)

  Eine Frage zu viel  (25.02)
Haitis Präsident Aristide lässt Journalisten einschüchtern

Opposition lehnt Friedensplan weiter ab  (25.02)
Aristide bittet internationale Gemeinschaft um Hilfe: Präsident schlägt vorgezogene Parlaments­wahlen vor - USA unterstützen Frankreichs Vermittlungsinitiative

Vermittler verlängern Frist für Friedensplan  (25.02)

Der Sinn des Putschversuches  (24.02)(Teil 1) 
Aristide für US-Regierung unbequem. Rechte 
Todesschwadrone als treibende Kräfte hinter Aufstand 

Aristide muss gehen. Sonst gibt es ein großes Blutbad"  (24.02) Opposition präsentiert "Gegenplan" zur Beilegung von Krise - Regierungsgegner fordern Rücktritt Aristides am 18. März

Vermittler verlängern Frist für Friedensplan  (24.02)
Auf Drängen der USA hat sich die Opposition bereit erklärt, ihre Antwort auf den Friedensplan um 24 Stunden zu verschieben. Die Amerikaner selbst scheinen nicht mehr mit einer politischen Lösung zu rechnen: Inzwischen landeten Marines in Port-au-Prince, um die US-Botschaft zu schützen. 

Aristide wird gejagt  (24.02)
Es wird eng für Präsident Aristide. Rebellengruppen kontrollieren inzwischen die Hälfte Haitis. Und innerhalb von zwei Wochen wollen sie die Hauptstadt einnehmen. 


Haiti ist zweigeteilt  (24.02)
Rebellen besetzen mit Cap Haïtien die zweitgrößte Stadt
 des Landes. Port-au-Prince feiert derweil Karneval

Haiti muss sich selbst helfen  (24.02)
Für eine militärische Intervention kommen nur Frankreich und die USA in Frage. Beiden Ländern sollte man besser nicht trauen, denn bisher haben sie dem Land eher geschadet

Rebellen wollen rasch Port-au-Prince einnehmen  (24.02)

Rebellen wollen Hauptstadt Haitis erobern  (23.02)
Bewaffnete Rebellen haben unter Führung des Ex-Militärs Chamblain die zweitgrößte Stadt Haitis, Cap Haitien, erobert. Mindestens acht Menschen wurden getötet.

Die Vermittlung in Haiti ist gescheitert  (23.02)
Präsident Aristide stimmt dem internationalen Friedensplan zu. Die Opposition fordert aber den Rücktritt und lehnt den Vorschlag ab. 

Karneval in Haiti  (23.02)
Der Schutzwall um den Palast Aristides hielt 
am Wochenende vor allem feiernde Menschen ab

Rebellenführer kündigt rasche Einnahme von Port-au-Prince an  (23.02) Guy Philippe: "In zwei bis drei Tagen" in der Hauptstadt

Aufständische kontrollieren gesamten Norden  (23.02)
Die bewaffneten Rebellen in Haiti haben Cap Haitien, die zweitgrößte Stadt des Landes, erobert. Mindestens sechs Anhänger von Präsident Aristide wurden getötet.

Kanada
Einführung in Cree  (24.02)
Die Indianer in Kanada haben mit der First Nations 
University in Regina ihre erste eigene Hochschule

Kolumbien
Die Vergeltung des Alvaro Uribe (26.02)
Protest nach Verschleppung von Gewerkschaftsaktivisten durch Militär und Geheimpolizei in Kolumbien

Gewerkschaftsarbeit gleich Terror? (26.02)
Eberto Diaz, Präsident der Landarbeitergewerkschaft Kolumbiens 

Wieder 15 Tote bei Kämpfen (26.02)
FARC-Rebellen greifen Ort an

Musikalische Betrachtungen eines Unpolitischen (26.02)
Klare Ziele hat Juanes: Es will den Menschen ins Gewissen singen. Und sie zum Tanzen bringen will er auch. In Lateinamerika ist der Sänger und Gitarrist mit seiner Mischung aus Rock und  Folklore längst ein Star. Nun kommt er zum ersten Mal auf Tour nach Deutschland

Morddrohungen wegen Kritik an Präsident Uribe  (25.02)
Ehemann von Entführungsopfer Betancourt sieht 
Rechtsextreme am Werk

Mindestens 66 Tote bei Kämpfen  (24.02)
22 Aufständische und 10 Soldaten unter den Opfern

Kolumbien erhält von Spanien Hilfe im Kampf gegen Rebellen   (23.02)  Aznar will ELN auf EU-Terrorliste setzen - Madrid stellt zwei Kampfflugzeuge zur Verfügung

Bei Gefechten starben 48 Menschen binnen 24 Stunden  (23.02) Angriffe der Armee gegen linke Rebellen und rechte Paramilitärs

Kuba
Kuba will assoziiertes Mitglied des Mercosur werden (27.02)Außenminister Perez Roque auf Besuch in Buenos Aires

Auf Stimmenfang bei Exilkubanern (26.02)
Blockade gegen Havanna wieder zentrales Thema im US-Wahlkampf. Neue Boykottmaßnahmen angekündigt

»Helft Haiti!«  (24.02)
Havannas Außenminister ruft zur humanitären Hilfe auf.
 Medizinische Programme ausgedehnt

Librería libre  (24.02)
Warum der Verlag Edition Nautilus auf der Buchmesse in Havanna war

Mexico
Lago de Chapala   (28.02)
Mexikos größter Süßwassersee schrumpft 
infolge katastrophaler Wasserwirtschaft

Crece escándalo verde  (27.02)
Surgen nuevas acusaciones de corrupción contra 
el líder del Partido Verde, Jorge Emilio González.

Mexikos Getreide wird kontaminiert  (25.02)
Seit Montag beraten in Kuala Lumpur in Fortsetzung der soeben zu Ende gegangenen Konferenz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt die Mitgliedstaaten des Cartagena-Protokolls. Auf der Tagung geht es um Regeln für den Handel mit gentechnisch veränderten Organismen.  

Fall des Gen-Moratoriums der EU nur aufgeschoben  (25.02) Cornelia Reetz, attac, über die Zulassung des Genmaises NK 603

»Remesas« gegen die Wirtschaftskrise  (23.02)
Im Jahr 2003 überwiesen Migranten aus den USA 13 Milliarden Dollar in die Heimat – Tendenz steigend. Die »Remesas« – die Geldtransfers der in den USA lebenden mexikanischen Migranten an ihre Familien zu Hause – steigen und steigen. Damit hängen sie andere Deviseneinnahmen des lateinamerikanischen Landes zunehmend ab.

Nicaragua
Nicaragua hat seine Schuldigkeit getan  (25.02)
Ausland erlässt zentralamerikanischem Staat den Großteil seiner Verbindlichkeiten / Präsident will Armutsbekämpfung verschärfen

Uruguay
Graf Spee am Haken  (27.02)
Seit der freiwilligen Versenkung 1939 liegt das Kriegsschiff "Admiral Graf Spee" vor Montevideo auf Grund. Kein schlechter Ort für einen Nazi-Panzerkreuzer. Doch weil sich mit dem Wrack vielleicht noch Geld verdienen lässt, versucht der Unternehmer Alfredo Etchegaray es zu bergen

Ausverkauf am Río de la Plata  (23.02)
Beschämende Niederlagen, dürftige Gehälter:
 Die Fußballnation Uruguay geht vor die Hunde

USA
"Die spanische Bedrohung"  (27.02)
Der amerikanische Traum: Zweisprachig oder am Ende? - Samuel Huntington warnt vor der Hispanisierung der Vereinigten Staaten  Woher die Einwanderer kamen

Miami ohne Rückfahrkarte  (25.02)
Vor 45 Jahren übernahm Fidel Castro das Ruder in Kuba.
Das änderte nicht nur dramatisch die Geschicke des karibischen Eilands, sondern drückte auch Miami einen Stempel auf.

Más trabajo para hispanos   (24.02)

Florida fürchtet Fluchtbewegung aus Haiti  (24.02)
Unruhen führten schon 1994 zu einem Massenexodus /
  Diskutiert wird ein Aufnahmelager auf Guantánamo

Venezuela
Tote bei Unruhen in Caracas  (28.02)
Bei Protesten gegen Präsident Chávez kamen zwei Menschen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Die Proteste richten sich gegen eine Entscheidung, nach der fast die Hälfte der Stimmen eines Volksentscheids gegen Chávez nicht anerkannt werden sollen. 

Die Handschrift der Putschisten   (27.02)
Streit um Referendum gegen Hugo Chávez spitzt sich zu.
Rechte Opposition bedroht G-15-Treffen

Opposition kündigt Proteste gegen Wahlbehörde an (26.02)
Gremium will Unterschriften für Amtsenthebung 
von Präsident Chavez nicht anerkennen

Venezuela avanza (26.02)
Am kommenden Sonntag trifft der Oberste Wahlrat die Entscheidung: Ja oder nein zum von der Opposition angestrengten Referendum über den Präsidenten Hugo Chávez. Doch weder die Regierung Chávez noch seine Anhänger gehen davon aus, dass sich die Opposition allein mit einem Referendum zufrieden geben würde. Ziel bleibt klar: Destabilisierung bis zum Sturz von Chávez.

Weitere Quellen (deutsch)
Jeden Dienstag/Mittwoch neue Berichte aus Lateinamerika bei Poonal  
Für gewerkschaftliche Nachrichten siehe auch LabourNet

In der Presseschau täglich  junge WelttazFRSZNeues DeutschlandStandard/Wien,  telepolis, BBC  (Auswahl, spanisch) 
unregelmäßig Znet wöchentlich  WoZFreitagJungle World, Zeit, Spiegel   monatlich  aktrend, soz  u.a.   Kein Anspruch auf Vollständigkeit.