Schüler UND Lehrer
Eine (für Lehrerinnen und Lehrer allerdings äußerst arbeitsaufwendige) Möglichkeit des praktischen (Kennen-)Lernens bilden Partnerschaften, die Schulen oder Klassen zu einer anderen Schule oder einem Projekt in Lateinamerika knüpfen. Die Erfahrungen zeigen aber, dass Sprachschwierigkeiten oder Fluktuation auf beiden Seiten solche Kontakte oft schwierig gestalten. Viele Projektpartner können regelmäßige, direkte Briefkontakte oft nicht umsetzen. Wer wie sie ums Überleben kämpft, hat kaum Zeit, zudem haben viele Kinder nie eine Chance gehabt, Lesen und Schreiben zu lernen. Aber ein Gefühl der Verbundenheit und Solidarität ist nicht von persönlichen oder brieflichen Kontakten abhängig. Es ist eine Frage des Denkens und Handelns. Verbundenheit zeigt sich auch in der Bereitschaft, sich für das Leben anderer zu interessieren, ihre Freuden und Sorgen kennen zu lernen und nach den Ursachen der Probleme zu fragen. Aus diesen Erfahrungen heraus hat z.B. terre des hommes die Aktion Schülersolidarität ins Leben gerufen. Über sie können Schulen oder Klassen sich konkrete Selbsthilfeprojekte aus einem Angebot von Projekten auswählen und ihr Projekt und damit ihre AltersgefährtInnen in Lateinamerika unterstützen: einmalig zum Beispiel nach einer Projektwoche oder regelmäßig, z.B. das Kinderhaus für Straßenkinder in Ayacucho (Peru). Um ihnen zu helfen, gründeten Schülerinnen und Schüler an einer Grundschule in Iserlohn den Ayacucho-Club, führten ein Theaterstück auf, organisierten Basare und stellten regelmäßig einen kleinen Beitrag ihres Taschengeldes zur Verfügung. In diesem Sommer dürfen sie auf Einladung einer Firma zu einem Kongress engagierter Kinder in die USA fliegen. Infos und Materialien siehe terre des hommes. Wer Interesse an einer
Partnerschaft hat, dem kann die Broschüre: Nord-Süd-Partnerschaften"
von Alois Brinkkötter weiterhelfen. Bestellungen an: Evangelischer
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